Konzept

Ablauf und Dauer der BVE

Die Beschulung in der BVE dauert in der Regel 2 Jahre. Im begründeten und beantragten Einzefall ist eine Verlängerung auf drei Jahre möglich. Diese Zeit gliedert sich in zwei Phasen, in die Orientierungsphase und eine Erprobungsphase. Details finden Sie in den nachfolgenden Feldern.

Orientierungsphase

In der Orientierungsphase wird Schülern die Möglichkeit gegeben verschiedenste Berufsbilder und Betriebe durch Betriebsbesichtigungen, Arbeitsprojekte und Arbeitspraktika kennenzulernen (Details siehe Praktikumskonzept). Grundlegende Ziele dieser Phase sind:

  • Talente und Fähigkeiten der SchülerInnen entdecken/ kennenlernen
  • Schlüsselqualifikationen aufbauen 

Umsetzung BVE-SBK:

  • Mobilitätstraining in der Anfangsphase (zeitlich begrenzt)
  • Drei Tage theoretischer Unterricht im Stammhaus der BVE (Irmastraße)
  • Einen Tag Kooperationsunterricht an den Gewerblichen Schulen oder Werkstattunterricht
  • Einen Tag Arbeitsprojekte an den verschiedenen Standorten
  • Praktika nach Eingewöhnungsphase (ab Januar mindestens einen Praktikumstag) 

Als nächste Phase folgt die Erprobungsphase.

Erprobungsphase

In der Erprobungsphase werden die oben genannten Fähigkeiten der SchülerInnen intensiv und detailiert erprobt. Die Praktikumsphasen werden verlängert (Langzeitpraktika). Durch die gestiegene Arbeitserfahrung kann eine weitere Verdichtung der Auswahlmöglichkeiten (Praktika) im Hinblick auf eine zukünftige Helfertätigkeit vorgenommen werden. Grundlegende Ziele dieser Phase sind: 

  • Schlüsselqualifikationen festigen
  • Bewährung bei einer Tätigkeit über einen längeren Zeitraum
  • Stärkung der Belastbarkeit 

Umsetzung BVE-SBK 2. Jahr:

  • Zwei Tage  Unterricht im Stammhaus der BVE (Irmastraße)
  • Einen Tag Kooperationsunterricht an den Gewerblichen Schulen oder Werkstattunterricht
  • Zwei Tage Arbeitsprojekte an den verschiedenen Standorten
  • Mindestens 2 Praktikumstage – Beginn Langzeitpraktika 

Umsetzung BVE-SBK 3. Jahr:

  • Langzeitpraktika – Mindestens drei Tage 

Unterricht

Der Unterricht in der BVE findet in Modulform statt. Zu diesen Modulen kommt der Werkstatt- und Kooperationsunterricht hinzu.

Der Kooperationsunterricht findet freitags gemeinsam mit dem Holzbereich und dem Hauswirtschaftlichen Bereich (Bäckereifachverkauf) der Gewerblichen Schulen Donaueschingen statt.








Arbeitsprojekte

An zwei Tagen in der Woche übernehmen die SchülerInnen der BVE interne und externe Arbeitsprojekte.

Diese finden in vier großen Bereichen statt:

  • Handwerkliche Arbeitsprojekte
  • Dienstleistungen
  • Catering
  • Sozialer Bereich

Zielsetzungen dieser Arbeitsprojekte sind:

  • Planung, Strukturierung und Durchführung von Projekten
  • Reflexion der eigenen Arbeit
  • Kennenlernen verschiedener Arbeitsfelder und dadurch Förderung der beruflichen Orientierung
  • Ausbau von Ausdauer und Belastbarkeit
  • Förderung „fachspezifischer“ Kompetenzen (je nach Art der Projektes)

Praktika

Neben dem Unterricht in Modulform und den Arbeitsprojekten sind Praktika der dritte große Bereich in der BVE. Berufliche Schlüsselqualifikationen lassen sich am besten über eine kontinuierliche Tätigkeit in einem Arbeitsbereich erwerben. Zudem bieten Praktika den Schüler/innen die Möglichkeit, eigene Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen. Die Praktika orientieren sich an diesen und werden individuell vereinbart. Die oben genannten Punkte werden durch Betriebsbesichtigungen ergänzt.

Anschlussmaßnahme KoBV

Anschlussmaßnahme KoBV- Schwarzwald-Baar: 

„Kooperative berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeismarkt“  

Was ist KoBV? 

Die „Kooperative berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt (KoBV)“ ist eine Maßnahme zur Berufsvorbereitung. Die Maßnahme wird verantwortlich durch den Träger der St.Gallus-Hilfe in Villingen durchgeführt. Das Modell KoBV, zusammen mit der Vorlaufeinrichtung BVE, hat im Modellprojekt sehr erfolgreiche Ergebnisse hinterlassen, an die wir im Schwarzwald-Baar-Kreis anknüpfen. 

Großer Vorteil dieser Maßnahme ist, dass viele Träger von verschiedenen Maßnahmen zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen um eine möglichst individuelle, selbstbestimmte und zielgerichtet Vorbereitung der Schüler auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ziel ist es den Schüler über Praktika in einen passenden Betrieb zu integrieren. Dabei ist Unterstützung direkt Arbeitsplatz, sowie die Vernetzung in den  Berufsschulunterricht möglich. Aber auch die Firmen selbst bekommen die Chance und Möglichkeit zu lernen mit Vielfalt und unterschiedlichen Kompetenzen umzugehen.  

Wer kann teilnehmen?

  • Absolventen der der Schule für Geistigbehinderte.
  • Absolventen der Förderschule die aufgrund einer wesentlichen Behinderung, am Erreichen allgemeiner schulischer und beruflicher Bildungsziele gehindert werden

Voraussetzung für die Teilnahme?

  • Erfolgreiches Beenden der BVE (Berufsvorbereitende Einrichtung)
  • Hohe Eigenmotivation
  • Erfolgreiches betriebliches Vorpraktikum
  • Fähigkeit sich selbstständig im Berufsverkehr zu bewegen

Ziele der Maßnahme:

  • Eingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen
  • Arbeitsrelevante Kompetenzen und individuelle Anforderungen eines jeweiligen Arbeitsplatzes sollen erprobt und erlernt werden

Wo findet die Maßnahme statt?

Berufsschule - Gewerbliche Schulen Donaueschingen

Hier werden die Schüler Montag und Freitag nach einem individuellen Entwicklungsplan unterrichtet. Der Unterricht ist sehr differenziert und auf den einzelnen Schülern mit seinen Arbeitsanforderungen ausgerichtet. Außerdem bietet die Schule ein Rückzugsraum sowie eine Möglichkeit zum Austausch von Erfahrungen. 

In den Betrieben

Wenn gemeinsam mit dem Schüler ein passendes Praktikum gefunden ist, wird dieser vom Arbeitserzieher begleitet. Der Arbeitserzieher ist sowohl für den Schüler als auch für die Betriebe als Ansprechpartner da. Es gilt dabei, Arbeitsabläufe zu optimieren, Schwierigkeiten zu beheben, Probleme zu lösen, Ressourcen zu nutzen. Er bleibt dabei im ständigen Austausch mit der Schule sowie, dem Integrationsfachdienst. 

Maßnahmeträger

Falls kein Praktikumsbetrieb vorhanden ist, haben die Schüler die Möglichkeit in der Werkstatt der St.Gallus-Hilfe zu arbeiten.  

Rahmenbedingungen:

  • Über die Aufnahme in die KoBV entscheidet die Argentur für Arbeit auf Basis einer Kompetenzanalyse gemeinsam mit dem Maßnahmenträger der St. Gallus-Hilfe
  • Die Dauer der Maßnahme beträgt in der Regel elf Monate und kann im begründeten Einzelfall auf 18 Monate verlängert werden 
  • Die Teilnehmer erhalten ein Ausbildungsgeld von 217 Euro. Außerdem wird Geld für die tägliche Verpflegung und Fahrtkosten erstattet 
  • Die Teilnehmer sind während der Maßnahme kranken- sowie pflegeversichert
  • Die Teilnehmer der KoBV werden rechtlich behandelt wie Auszubildende im Dualen System
  • Während der Maßnahme besteht Berufsschulpflicht
  • Der Integrationsfachdienst bleibt nach der Maßnahme weiterer Ansprechpartner und kümmert sich um die Nachhaltigkeit entstandener Arbeitsverhältnisse

Ansprechpartner:

Gewerbliche Schulen Donaueschingen
Johannes Bayer, Sonderschullehrer
Fon: 0157/71725100
Mail: johannes.bayer@gsdonau.de

St.Gallus-Hilfe für behinderte Menschen
Achim Leibach, Arbeitserzieher
Fon: 07721/2068-269
Mail: fud-vs@st.gallus-hilfe.de

St.Gallus-Hilfe für behinderte Menschen
Barbara Reichstein, Dipl.-Sozialpädagogin (BA)
Fon: 07721/2068-269
Mail: barbara.reichstein@st.gallus-hilfe.de

footerpic