Landrat Sven Hinterseh stellt Almanach 2018 vor - Neues Schwarzwald-Baar-Jahrbuch in 42. Auflage erschienen

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Es ist bereits die 42. Auflage des Schwarzwald-Baar-Jahrbuchs – der Almanach. Jetzt wurde der neue Almanach 2018 im Rahmen einer Buchvorstellung im Landratsamt präsentiert. Landrat Sven Hinterseh und Wilfried Dold vom dold.verlag moderierten einen abwechslungsreichen Abend, der Einblicke in die neue Ausgabe mit ihrem Schwerpunktthema Winter bot. Über vier Jahrzehnte berichtet der Almanach bereits über die vielen Schätze ganz unterschiedlicher Natur im Quellenland Schwarzwald-Baar-Kreis.  

Landrat Sven Hinterseh freute sich über die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Vorstellung des Schwarzwald-Baar-Jahrbuchs. Autoren, Fotografen, Freunde und Förderer des Almanach sowie Kreisräte erlebten einen Streifzug durch den Almanach 2018. Den Auftakt dazu machte die Donaueschinger Band „11 Wie Du“, die selbst ebenfalls im „Almanach“ porträtiert wird. Sie bewies mit den beiden Sängerinnen Angelina und Rosalie eindrucksvoll ihr Können. 

In einer Talkrunde zum Schwerpunktthema „Schwarzwald-Winter“ erfuhren die Gäste durch Wilfried Dold, weshalb sich die Almanach-Redaktion dazu entschieden hatte, den Winter im Schwarzwald als Sonderthema auszuwählen. Er schilderte zudem die Hintergründe des Lawinenunglücks beim Neukircher Königenhof 1844: Das Unglück zählt aufgrund der 17 Toten zu den weltweit großen Lawinenunglücken, auch dazu findet sich im Jahrbuch ein Beitrag. 

Bernward Janzing, Autor der Reportage „Die Winter haben ihren Biss verloren…“ erzählte von seinen Beobachtungen an der Wetterstation in Furtwangen. Autor Klaus Nagel berichtete, wie in Triberg der erste elektrische Skilift, die Rodelbahn, Eiskunstlauf und eine Internationale Wintersportausstellung entstanden. Wintersport mit dem Schwarzwaldpokal und seinen klimatischen Herausforderungen, darüber erzählten der Schonacher Bürgermeister Jörg Frey und Olympiasieger Hans-Peter Pohl. 

Zudem kamen an diesem Abend einige Persönlichkeiten aus dem Schwarzwald und der Baar zu Wort, die im Almanach 2018 porträtiert werden.  

Oliver Vlcek erzählte von seiner wertvollen Arbeit mit dem Box-Integrationsprojekt „Fight for  your life“, Lukas Werb berichtete, wie sich seine Schulkollegen mit ihm auf Cyber-Walz begaben. Marco Gässler gab mit Angelina und Rosalie Limberger einen Blick hinter die Kulissen der Band „11 Wie Du“. 

Die 42. Auflage des Almanach bietet erneut einen vielfältigen Blick auf das Leben und die Geschehnisse im Schwarzwald-Baar-Kreis. Das 320-seitige Jahrbuch porträtiert den Lebensraum im Schwarzwald-Baar-Kreis mit seinen Einwohnerinnen und Einwohnern, Städten und Gemeinden und wirft einen Blick sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. 

Das Schwarzwald-Baar-Jahrbuch ist das gemeinsame Werk mehrerer Dutzend Autoren, Fotografen und der Redaktion. Das Redaktionsteam setzt sich aus Landrat Sven Hinterseh, dem Redakteur Wilfried Dold, der Leiterin des Kulturamtes Hüfingen Susanne Bucher, der Stadtmarketingleiterin der Stadt St. Georgen, Andrea Lauble, der Referentin des Landrats Kristina Diffring, der Pressesprecherin des Landratsamtes Heike Frank und dem Kreisarchivar Clemens Joos zusammen. 

Die unterhaltsame Mischung aus aktuellen Themen und Beiträgen zu historischen Ereignissen soll dazu anregen, den lebendigen und vielfältig interessanten Schwarzwald-Baar-Kreis immer wieder neu zu entdecken. 

Das Schwarzwald-Baar-Jahrbuch – Almanach 2018 ist zum Preis von 16,50 Euro im Buchhandel, im Landratsamt sowie direkt beim dold.verlag erhältlich.

  

RECHERCHE-INFO:

Der Almanach ist zudem digital recherchierbar. Auf der Homepage www.almanach-sbk.de gibt es einen Einblick ins Archiv des Jahrbuchs. Um den Abverkauf der aktuellen Ausgaben nicht zu beeinträchtigen, sind die jeweils fünf letzten Bände des Almanachs davon ausgenommen. Diese Suchfunktion ist eine herausragende Quelle für jeden, der zu regionalen Themen tiefer gehende Informationen sucht. Somit ist der Almanach für jedermann zugänglich.

 

ZUM INHALT:

Das erste Kapitel „Aus dem Kreisgeschehen“ gibt einen Einblick in verschiedene kreispolitische Themen. So berichtet Landrat Sven Hinterseh über die aktuellen Planungen zum Nahverkehr und zum Tourismus. Nahverkehr und Tourismus steigen weiter an Bedeutung, so der Landrat.  

Bereits zum vierten Mal wird nun im Schwarzwald-Baar-Jahrbuch 2018 das Kapitel „Da leben wir – Daheim im Schwarzwald und auf der Baar“ aufgegriffen. Auf die Frage, was und wo Heimat ist, folgt nicht selten mehr als eine Antwort. Eines aber gilt für alle Frauen und Männer, die im Rahmen dieser Porträtserie vorgestellt werden: Sie fühlen sich im Schwarzwald-Baar-Kreis daheim. Wie zum Beispiel Sabine von Knobloch, eine leidenschaftliche Tierärztin in Neuhausen, die den elterlichen Betrieb übernommen hat. Oder wie Miguel Quilamba, der ursprünglich aus Angola stammt und in Hüfingen eine neue Heimat gefunden hat. Weitere Personen sind: Der Schwenninger Oliver Vlcek, der sich voll und ganz dem Boxsport verschrieben hat und nun ein Integrationsprojekt aus der Taufe hob, bei dem er Boxern helfen möchte, einen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Katrin und Peter Sutermeister aus VS-Villingen, die mit ihrer „Kragestube“ dafür sorgen, dass zahlreiche Narren zur Fasnetszeit einen neuen oder frischen Kragen tragen. Immer noch mit seiner Heimat eng verbunden fühlt sich der Kabarettist Christoph Sieber, der es als etwas Besonderes empfindet, in der Heimat aufzutreten. Ein Museum, nämlich das Donaueschinger Museum Art.Plus, ist der Lebensmittelpunkt von Simone Jung, die auf der Baar eine zweite Heimat gefunden hat. Siegfried Kaltenbach ist begeisterter Langläufer, der im Weißenbachtal zudem die Schneekanone in Stellung bringt, wenn es an der weißen Pracht fehlt. 

Im Kapitel „Wirtschaft“ erfährt der Leser mehr über das Furtwanger Unternehmen Wehrle, welches sich von der Schwarzwalduhr zum Pionier beim Kunststoffspritzguss und Innovationsführer der Durchflussmesstechnik entwickelt hat. Zudem wird über die AZ-Armaturen GmbH in Mönchweiler berichtet, deren Geschichte 1963 in Schonach beginnt, ihren Stammsitz seit 25 Jahren in Mönchweiler hat und weltweit 450 Mitarbeiter mit der Produktion von totraumfreien Kükenhähnen beschäftigt. Weiter wird das Mercedes-Autohaus Südstern-Bölle vorgestellt, welches seine Zentrale in Donaueschingen hat und auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken kann. Die Gießerei Dhonau in dem kleinen Schonacher Ortsteil Schonachbach ist der Ort, an dem das heiße Eisen glüht. Hier werden die unterschiedlichsten Gussstücke, vom Schwenkteil für Werkzeugmaschinen über Verriegelungszylinder für Kunststoffspritzgussmaschinen produziert. Ein Technologieunternehmen aus VS-Schwenningen wird mit der Sternplastic Hellstern GmbH & Co. KG vorgestellt, das technisch hochwertige Kunststoff- und Keramik-Spritzgussteile herstellt. Wie weit die Digitalisierung im Schwarzwald-Baar-Kreis bereits vorangeschritten ist, kann man dem Beitrag „Von der Lernfabrik 4.0 zum Cyberknife Centrum Süd“ entnehmen. 

Das vierte Kapitel widmet sich dem Schwerpunkt Winter. Beeindruckende Fotos von Wilfried Dold zeigen, wie sich der Winter im Schwarzwald-Baar-Kreis ganz unterschiedlich zeigen kann. Der Klimawandel hat unweigerlich begonnen. Der Almanach 2018 stellt einige der Folgen dar. Zugleich aber wird auch erzählt und im Bild berichtet, wie es ist, wenn der Winter im Schwarzwald ein echter Winter ist. Bernward Janzing stellt fest, dass die Schwarzwaldberge rein klimatisch gesehen niedriger geworden sind, die Schneegrenze mitlerweile oft an die 1.000 Meter heranreicht. Während zu früheren Zeiten der Winter im Schnitt an 63 Tagen mehr als 30 Zentimeter Schnee brachte, waren das im vergangenen Jahrzehnt im Mittel nur an 44 Tagen der Fall.  

Für die Schonacher und zahlreiche Wintersportfans ist im Winter der Schwarzwaldpokal das Highlight. Und so berichten Jörg Frey, Bürgermeister von Schonach, Heidi Spitz, Geschäftsführerin des Schwarzwaldpokals sowie Gunter Schuster, Vorsitzender des Skiclubs Schonach von der Wintersportveranstaltung und deren Herausforderungen. Zudem gibt es im Almanach Historisches zum Schwarzwaldwinter in Furtwangen, Triberg, Schonach und Schönwald sowie einen Blick auf die Entwicklung der Stadt Triberg zu einem Wintersportort nach der Eröffnung der Schwarzwaldbahn und Winterbegebenheiten in der Stadt St. Georgen zu lesen.  

Einen der frühen motorisierten Schneepflüge im Schwarzwald-Baar-Kreis schaffte einst Lukas Duffner aus Schönwald an, die Geschichte dazu gibt es im Schwarzwald-Baar Jahrbuch ebenso zu lesen, wie die Erinnerungen an die Winterzeiten auf dem Bernhardenhof in Linach. Weiter werden die Jahrbuch-Leser mitgenommen auf eine Skiwanderung über den „Scheitel Alemanniens“, den 100 Kilometer langen Fernskiwanderweg Schonach – Belchen. Zudem wird auf die 50-jährige Geschichte des Skiliftes Kesselberg in Oberkirnach zurückgeblickt. Wer erfahren möchte, was die Olympiasieger Georg Hettich, Martin Schmitt, Hansjörg Jäkle, Simone Hauswald, Hans-Peter Pohl und Christof Duffner heute machen, kann es im Almanach erfahren.  

Im Kapitel „Städte und Gemeinden“ wird auf das Stadtjubiläum 1.200 Jahre Schwenningen, Tannheim und Villingen zurückgeblickt und im Kapitel „Vor- und Frühgeschichte“ auf die frühgeschichtliche Siedlungsgeographie der Südbaar eingegangen.  

Auch das Luther-Jahr ist in das Schwarzwald-Baar Jahrbuch mit eingeflossen. So ist im Schwarzwald und auf der Baar die Entwicklung der Reformationsbewegung nie kontinuierlich gewesen. Abreißen, umbauen, neu aufbauen, renovieren? Diese Fragen stellten sich die Eigentümer der Hofkapelle zu Beckhofen. Welches Kleinod daraus wurde, darüber gibt es mehr im Almanach zu erfahren. Schon einmal etwas von der Erfindung des Barockkuckucks gehört? Der Uhrmacher Robert Hermann prägte nachdrücklich das Bild der Schwarzwalduhr. 

Weiter befasst sich das Kapitel „Natur und Umwelt“ mit dem Hüfinger Orchideenwald. Das Kapitel „Soziales“ geht auf die Nachsorgeklinik Tannheim ein, die nun 20 Jahre alt und eng mit der Person Roland Wehrle verbunden ist. 

Das Kapitel „Gastlichkeit“ stellt dem Leser die Gastwirtschaft Sonne-Post in Oberbaldingen vor, deren Wirtin Ingrid Lorenz als „Schnitzel-Ingrid“ bekannt ist sowie die Villa 8 in VS-Villingen, eine Jugendstilvilla, die aufwendig saniert und zum Hotel umgebaut wurde. Zudem wird die Gastwirtschaft „Hader Karle“ in Weilersbach portraitiert, welche sich in der Gastroszene zu einem Unikat entwickelt hat. 

Das Kapitel „Musik“ widmet sich zum einen dem Schwenninger Gesangsverein Frohsinn mit seiner jungen Dirigentin Kristina Becker sowie der Band „11 Wie Du“, die nicht nur durch das Singen versuchen, ihre Vision der „One world family“ zu vermitteln, sondern auch durch ihr soziales Engagement.  

Das Theater am Turm wird im Kapitel „Kunst und Kultur“ beleuchtet. Das eigenständig, privat geführte kleine aber feine Theater inmitten der Innenstadt Villingens, welches sich von einem Sommer- zu einem Ganzjahrestheater entwickelte. 

Im Almanach-Magazin finden sich wieder ausgewählte Kurzmeldungen und statistische Anhänge. Einmal mehr ist der Almanach reich bebildert – die an die 300 hochwertigen Fotografien vermitteln ein lebendiges Bild des Quellenlandes Schwarzwald-Baar-Kreis. Das Titelbild zeigt die Kandelblick-Abfahrtsstrecke mit Vöhrenbach.

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