impuls

"impuls - Wir machen Jugendliche stark!" - ist eine Einrichtung des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis, die im Jahr 1982 als Anlaufstelle für arbeitslose Jugendliche eingerichtet wurde. Unsere Aufgabe besteht darin, benachteiligte junge Menschen aufgrund ihrer persönlichen Lebenslage zu beraten und zu unterstützen. Die Ziele von impuls sind unter anderem die Sicherung der schulischen und beruflichen Ausbildung, die Eingliederung in die Arbeitswelt und die Förderung der sozialen Integration.

Die Teilbereiche unserer Einrichtung impuls sind das ArbeitsTraining, die Schulsozialarbeit an den beruflichen Schulen, die Jugendhilfe im Strafverfahren und das Projekt Brückenbauer.

Brückenbauer

Im Projekt Brückenbauer werden Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren von ehrenamtlichen Paten unterstützt, welche aufgrund familiärer oder anderer Defizite gezielte und zeitlich abgrenzbare Hilfen benötigen.

Unser Ziel ist es, diejenigen Jugendlichen zu unterstützen, die durch anderweitige Maßnahmen des Kreisjugendamtes nicht mehr zu erreichen sind, weil die gesetzlichen Voraussetzungen für eine staatliche Hilfe nicht mehr vorliegen bzw. nicht ausreichen.

Paten sollen Menschen sein, deren Motivation von sozialem Engagement und einer toleranten Grundeinstellung auch zu schwierigen jungen Menschen geprägt ist. Ihre Aufgaben bestehen darin, die Jugendlichen an dem Punkt abzuholen, an dem sie im Moment stehen und sie in der aktuellen Situation individuell zu unterstützen.

Hier ein paar praktische Beispiele aus den laufenden Patenschaften:

  • Unterstützung bei der Arbeits- bzw. Ausbildungsstellensuche
  • Begleitung und Unterstützung während des Praktikums
  • Unterstützung in berufsbegleitenden Maßnahmen
  • Hilfestellung beim Erreichen des Hauptschulabschlusses
  • Hilfestellung beim Erlernen oder Verbessern der deutschen Sprache
  • Erlernen von sozialen Kompetenzen (Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit…)
  • Aufbau von sozialen Kontakten
  • Aufbau von Selbstwertgefühl
  • Vermittlung eines ordentlichen Erscheinungsbildes
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche
  • Begleitung und Hilfestellung bei Schwangerschaft
  • Begleitung und Hilfestellung bei Ämtergängen (Ausländeramt, Sozialamt, Agentur für Arbeit…)
  • Unterstützung bei der Erziehung
  • Unterstützung in der Haushaltsführung
  • Umgang mit Geld
  • Unterstützung bei Konflikten in der Familie
  • Vermittlung in andere Institutionen

Die Paten werden fortwährend von der betreuenden Fachkraft qualifiziert und unterstützt, die Ehrenamtlichen und Jugendlichen erhalten dadurch die erforderliche fachliche Begleitung in der Patenschaft. Solches findet fortlaufend in Einzelgesprächen und Absprachen zwischen der Sozialpädagogin und den Paten statt. So kann die Unterstützung immer aktuell der jeweiligen Situation angepasst werden; es kann zeitnah reagiert werden.

Den aktuellen Jahresbericht 2016 des Projektes Brückenbauer finden Sie hier.

Jugendhilfe im Strafverfahren

Die Jugendhilfe im Strafverfahren hat die Aufgabe, zur Verwirklichung des Rechts junger Menschen auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit beizutragen. Sie ist in erster Linie Hilfeleistung für die jungen Menschen, die mit Strafrechtsnormen in Konflikt geraten sind. Diese Hilfeleistung schließt bei Minderjährigen grundsätzlich die Eltern und andere Erziehungsberechtigte mit ein.

Auf der Grundlage des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) wendet sich die Jugendgerichtshilfe an Jugendliche, die zur Tatzeit 14 aber noch nicht 18 Jahre alt sind und Heranwachsende die zur Tatzeit 18 aber noch nicht 21 Jahre alt sind.

Aufgabe der Jugendhilfe im Strafverfahren ist die Mitwirkung gem. § 52 SGB VIII (Sozialgesetzbuch –Achtes Buch) im Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz. Danach hat die Jugendgerichtshilfe

  • nach Maßgabe der §§ 38 und 50 Abs. 3 Satz 2 JGG in dem Verfahren mitzuwirken
  • frühzeitig zu prüfen, ob für den Jugendlichen oder jungen Volljährigen Leistungen der Jugendhilfe in Betracht kommen
  • wenn Leistungen der Jugendhilfe in Betracht kommen, bereits eingeleitet oder gewährt worden sind, umgehend Staatsanwaltschaft oder Gericht davon zu unterrichten, damit geprüft werden kann, ob diese Leistungen ein Absehen von der Verfolgung (§ 45 JGG) oder eine Einstellung des Verfahrens (§ 47 JGG) ermöglichen
  • insbesondere in Haftsachen beschleunigt über das Ergebnis der Nachforschungen dem Gericht zu berichten (§ 38 Abs. 2 Satz 3 JGG).
  • sicherzustellen, dass der/die für die Wahrnehmung der Mitwirkungsaufgaben verantwortliche Mitarbeiter/-in den Jugendlichen/jungen Volljährigen während des gesamten Verfahrens betreut.

Den aktuellen Jahresbericht 2016 der Jugendhilfe im Strafverfahren finden Sie hier.

Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit/ Jugendberufshilfe im Schwarzwald-Baar-Kreis gibt es bereits seit 1998. Mit einem Stellenumfang von 1,0 wurden erstmals Schülerinnen und Schüler des Berufsvorbereitungsjahres an insgesamt fünf verschiedenen Schulstandorten betreut. Über die Jahre hinweg wurde die Schulsozialarbeit/ Jugendberufshilfe ausgebaut und es wurden fünf weitere Stellen geschaffen, um eine adäquate Betreuung der Schülerinnen und Schüler im Übergang Schule – Beruf durch die sozialpädagogischen Fachkräfte zu gewährleisten. Derzeit sind an allen beruflichen Schulen des Schwarzwald-Baar-Kreises Schulsozialarbeiter eingesetzt.

Die Schulsozialarbeit/ Jugendberufshilfe im Berufseinstiegsjahr (BEJ), dem Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (VAB) und der Berufsfachschulen dient der Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei dem Übergang von der Schule ins Berufsleben. Die Hilfeleistung findet vor allem in den Bereichen Berufsorientierung, Persönlichkeitsentwicklung und Förderung sozialer Kompetenzen statt. Daneben hilft sie bei Problemlagen und akuten Krisensituationen von Schülerinnen und Schülern. Hier werden die SchulsozialarbeiterInnen/ JugendberufshelferInnen lösungsorientiert, beratend, unterstützend und vermittelnd tätig. Sie führen auch Hausbesuche durch, um mögliche Hintergründe für das auffällige Verhalten zu ergründen.

Wichtige Rollen im Handlungsfeld der Schulsozialarbeit spielen vor allem die multiplen Problemlagen u. a. Migrationshintergrund, Sprach-, Sucht- und Drogenproblematik, kriminelle Energie sowie psychische Störungen und Teilleistungsschwächen einzelner Schülerinnen und Schüler, Lernschwierigkeiten, Konflikte zwischen Lehrer und SchülerInnen, psychische Belastungsfaktoren – Trauer, Tod, Selbstverletzung, finanzielle Situation zu Hause, Jugendgangs oder -banden und laufende Jugendstrafverfahren.

Die Schulsozialarbeit/ Jugendberufshilfe bedient sich verschiedener Methoden der sozialen Arbeit. Schwerpunkte der Tätigkeit bilden hierbei die Beratung und Einzelfallhilfe, die aufsuchende Sozialarbeit in Form von Hausbesuchen, Sozialpädagogische Gruppenarbeit, Netzwerkarbeit und die Zusammenarbeit mit Eltern und Sorgeberechtigten.

Den aktuellen Jahresbericht 2015/16 der Schulsozialarbeit / Jugendberufshilfe im Schwarzwald-Baar-Kreis finden Sie hier.

Arbeitstraining

In unserem ArbeitsTraining (kurz AT) unterstützen, beraten und begleiten wir junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren bei ihrem Übergang von der Schule in das Berufsleben.

Das AT findet im eigenen Werkstattbereich bei impuls statt und umfasst Auftragsarbeiten von kooperierenden Firmen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis.
Im Rahmen eines „Kreativprojektes“, welches in unserer Trainingswerkstatt neben dem laufenden Betrieb eingebunden ist, entdecken, erweitern und festigen Jugendliche und junge Erwachsene handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten.

Unser vorrangiges Ziel, für die in der Trainingswerkstatt beschäftigten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, besteht zunächst in dem Erlernen sowie der Bewältigung eines geregelten (Arbeits-) Alltags. Großes Augenmerk legen wir hier auf die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse des Einzelnen sowie auf eine enge sozialpädagogische Begleitung. 

Unsere Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 - 25 Jahren, die aus unterschiedlichsten Gründen den Weg zu impuls gefunden haben.
Jugendliche und junge Erwachsene, die

  • nach der Schule keinen Anschluss in Arbeit, Ausbildung, weiterführende Schule oder berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen gefunden haben
  • über die Agentur für Arbeit im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten (AGH) zu uns vermittelt werden
  • straffällig geworden sind und gerichtliche Auflagen ableisten müssen
  • keinen Schulabschluss und/oder die Schule verlassen haben
  • von unseren Kooperationspartnern in unsere Einrichtung vermittelt werden
  • sich aus eigener Motivation in unserer Einrichtung vorstellen

Den aktuellen Jahresbericht 2015 des Arbeitstrainings finden Sie hier.

Geschäftsstelle Europäischer Sozialfonds (ESF)

Für den Umgang mit dem ESF ist das Dezernat III verantwortlich: Dezernat III

footerpic