Kinder- und Jugendschutz

Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendämter) sind nach § 72 a SGB VIII gesetzlich dazu verpflichtet, mit allen freien Trägern, Vereinen und Verbänden, die in der Jugendarbeit tätig sind, Sicherstellungsvereinbarungen abzuschließen. Grundlagen zur Umsetzung des § 72 a SGB VIII im Schwarzwald-Baar-Kreis, finden Sie in unserem Konzept. Mit der Unterzeichnung der Sicherstellungsvereinbarung verpflichten sich die freien Träger, Vereine und Verbände dazu, Präventions- und Schutzkonzepte zu erstellen und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in der alltäglichen Kinder- und Jugendarbeit umzusetzen: Sicherstellungsvereinbarung

Beispiele für ein Präventions- und Schutzkonzept:

DFB-Broschuere 
Ev. Landeskirche - ALLE ACHTUNG
WSJ-Broschuere

Arbeitshilfen zur Erstellung eines Präventions- und Schutzkonzepts:

DFB-Präventions- und Schutzkonzept
WSJ-Präventions- und Schutzkonzept

Teil des Präventions- und Schutzkonzepts ist es auch, von den Jugendleiter*innen  eine Selbstverpflichtungserklärung oder ein erweitertes Führungszeugnis einzuholen, um sicherzustellen, dass keine rechtskräftig verurteilten Straftäter in der Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt werden. Hierzu werden folgende Dokumente benötigt:

Prüfschema 

Selbstverpflichtungserklärung 

Erweiterte Selbstverpflichtungserklärung

Gebührenbefreiungsantrag für das erweiterte Führungszeugnis

Gesetzestext und Liste Straftaten § 72 a SGBVIII  

Dokumentationsblatt bezüglich der Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Da die Einsichtnahme in ein Führungszeugnis eine private Angelegenheit ist, unterliegen die Personen, die die Einsichtnahme vornehmen, der Schweigepflicht. Um die Privatsphäre der Jugendleiter*innen zu gewährleisten, bieten Kommunen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis alternativ die Einsichtnahme in die erweiterten Führungszeugnisse und die Ausstellung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung bei einer neutralen Stelle an. Welche Kommunen dies anbieten und Antworten zu häufigen Fragen finden Sie unter unseren FAQ. 

Termine:

Schulung zur Umsetzung eines Schutzkonzeptes nach § 72 a SGB VIII 

Donnerstag, 22. Juni um 18 Uhr im Carl-Haag-Saal, Stadtbibliothek Schwenningen.

In der Schulung werden Informationen und Rechtsgrundlagen zu sexueller Gewalt thematisiert und darauf aufmerksam gemacht, wie eigene Grenzen und die anderer wahrgenommen und geachtet werden können. Die Handlungsmöglichkeiten bei einem vermuteten Übergriff oder sexueller Gewalt werden aufgezeigt und es wird auf die Frage eingegangen, wo man Beratung und Unterstützung findet. Darüber hinaus werden die Vereine und Verbände umfassend über das Verfahren des erweiterten Führungszeugnisses geschult und erhalten Infos, wie ein Präventions- und Schutzkonzeptes erstellt und umgesetzt werden kann.

Die Kosten für die Schulung werden von den Jugendämtern der Stadt Villingen-Schwenningen und des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis übernommen. Die Unterzeichnung der Sicherstellungsvereinbarung durch die Vereine und Verbände ist hierbei keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Anmeldungen über die Volkshochschule bis 15. Juni unter Telefon: 07720/8222 -72 oder -90.

Zur Präsentation der Schulung nach § 72 a SGB VIII geht es hier

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