Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung

Das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung überwacht die Tierhaltungs- und Lebensmittelbetriebe im Landkreis auf Hygienevorschriften, Seuchenvorbeugung, Arzneimitteleinsatz usw. von der Jungtierzucht über Tiertransporte bis hin zur sachgerechten Tierkörperbeseitigung.

Die Amtstierärzte, Lebensmittelkontrolleure und Mitarbeiter der Verwaltung sorgen sich mit vorbeugenden und behandelnden Maßnahmen um die Gesundheit der Tiere im Kreis und um die Gesundheit der Menschen, die vor verdorbenen Lebensmitteln bewahrt oder vor übertragenen Krankheiten geschützt werden sollen.

Darüber hinaus sind Fleischkontrolleure und amtliche Tierärzte im Einsatz, um einwandfreies Fleisch von den Schlachthöfen zu gewährleisten. 

Cross-Compliance / Kampfhunderassen / Tierseuchen bei Bienen, Fischen und Wild

Cross-Compliance
Die Gewährung von Direktzahlungen ist seit dem Jahr 2005 an die Einhaltung der sogenannten „anderweitigen Verpflichtungen“ (Cross-Compliance) geknüpft. Dies bedeutet, dass Verstöße gegen Vorschriften in den Bereichen Tierschutz, Tierkennzeichnung, Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit sowie Umwelt zu einer Kürzung der Direktzahlung führen. Mittels einer Risikobewertung müssen deshalb jedes Jahr ein Prozent der Betriebe, die landwirtschaftliche Nutztiere wie Rinder, Schweine, Geflügel, Schafe oder Ziegen halten, im Schwarzwald-Baar-Kreis auf die Einhaltung der Anforderungen in den oben genannten Fachgebieten überprüft werden.

  1. Die Informationen zur Lebensmittelsicherheit sind hier hinterlegt.
  2. Die Informationen zum Tierschutz sind hier hinterlegt.
  3. Die Informationen zur Tierkennzeichnung sind hier hinterlegt.

Verhaltensprüfungen von Kampfhunderassen
In Baden-Württemberg wird bei Hunden der Rassen American Staffordshire Terrier, Pitbull Terrier und Bullterrier die Eigenschaft als Kampfhund angenommen, sofern diese Vermutung nicht durch eine erfolgreich abgelegte Verhaltensprüfung widerlegt wurde. Für Kampfhunde gilt, dass diese Hunde nur bei Nachweis eines berechtigten Interesses gehalten werden dürfen, sie müssen stets mit Maulkorb und an der Leine geführt werden und es darf mit diesen Hunden nicht gezüchtet werden. Hunde dieser Rassen müssen daher im Alter von sechs Monaten und erneut im Alter von 15 bis 18 Monaten eine Verhaltensprüfung absolvieren, um ihre Eigenschaft als Kampfhund zu widerlegen. Nach Bestehen der Verhaltensprüfung entfallen die o. g. Auflagen, nur die Leinenpflicht bleibt für diese Rassen weiterhin bestehen.

Tierseuchen bei Bienen / Fischen / Wild
Neben unseren üblichen Haustieren, gibt es auch bei Bienen, Fischen und Wildtieren einige anzeigepflichtige Tierseuchen, die staatlich bekämpft werden, um unsere Tierbestände zu schützen und eine Verbreitung zu verhindern. Bei den Bienen betrifft dies hauptsächlich die Amerikanische Faulbrut der Bienen, die auch in Baden-Württemberg immer wieder ausbricht und teilweise zum Verlust ganzer Bienenvölker führt. Bei den Fischen steht insbesondere das Koi-Herpesvirus (KHV) bei den Karpfenartigen sowie die Infektiöse Hämatopoetische Nekrose (IHN) und Virale Hämorrhagische Septikämie (VHS) bei den Salmoneliden im Fokus. Bei den Wildtieren, insbesondere bei den Füchsen, bleibt die Tollwut natürlich stets ein Thema, auch wenn Deutschland nach intensiven Impfaktionen bei den Wildtieren, den Status „Tollwut-Frei“ erhalten konnte. Die Wildschweinpopulation ist ein ständiger Risikofaktor für die Verbreitung der europäischen oder afrikanischen Schweinepest. Aus diesem Grund werden regelmäßig Blutproben von erlegten Wildschweinen entnommen und auf Schweinepest untersucht.

Ihre Ansprechpartnerin: Frau Dr. med. vet. Schwarzmaier
Fon: 07721 / 913 - 5068
Fax: 07721 / 913 - 6905
Mail: t.schwarzmaier@Lrasbk.de
Humboldtstraße 11
78166 Donaueschingen
Raum 307

Fleischhygiene

Die Untersuchung der Schlachttiere und des Fleisches ist gesetzlich vorgeschrieben. Die tierärztlichen Aufgaben bestehen hier in der Untersuchung aller Schlachttiere vor und nach der Schlachtung und der gezielten Entnahme von Stichproben für weiterführende Laboruntersuchungen. Dies dient dem Schutz der menschlichen Gesundheit vor Gefahren durch übertragene Krankheiten und Rückstände von Arzneimitteln bzw. Schadstoffen. Schlachthöfe, Zerlegebetriebe und fleischverarbeitende Betriebe unterliegen im Sinne des Verbraucherschutzes einer besonderen strengen amtstierärtzlichen Überwachung.

Ihr Ansprechpartner: Herr Dr. med. vet. Barke
Fon: 07721 / 33733
Fax: 07721 / 33733
Mail: a.barke@Lrasbk.de
Humboldtstraße 11 
78166 Donaueschingen
Raum 305

Lebensmittelhygiene und Lebensmittelüberwachung

Der Schutz des Verbrauchers vor möglichen Gefahren, die von Lebensmitteln ausgehen können, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der AmtstierärztInnen und der LebensmittelkontrolleurInnen. Der Verbraucherschutz beginnt dabei schon bei der Gewinnung von Lebensmitteln im landwirtschaftlichen Betrieb und muss sich über alle Verarbeitungs- und Verteilungsstufen bis hin zum Verbraucher erstrecken. Die Überwachung geschieht in Form von regelmäßigen Betriebsbesichtigungen und Probennahmen auch in Zusammenarbeit mit anderen Behörden, wie z. B. dem Gesundheitsamt.

Ihre Ansprechpartnerin: Frau Dr. med. vet. Schneider
Fon: 07721 / 913 - 5060
Fax: 07721 / 913 - 6905
Mail: h.schneider@Lrasbk.de
Humboldtstraße 11
78166 Donaueschingen
Raum 315

Tierseuchenbekämpfung

Die Tierseuchenbekämpfung ist nach wie vor eine der wichtigsten Aufgaben des tierärztlichen Dienstes. Seuchen wie BSE, Listeriose und MKS stellen die AmtstierärztInnen vor umfangreiche und interessante Aufgaben. In allen Rinder- und Schweinebeständen werden regelmäßig Blut- und Milchuntersuchungen vorgenommen.Verdächtig verendete Tiere werden einer Sektion und unterschiedlichsten Laboruntersuchungen zugeführt. So soll eine Seuchengefahr frühzeitig erkannt und gesundheitliche sowie wirtschaftliche Schäden abgewendet werden.

Ihr Ansprechpartner: Herr Dr. med. vet. Langer
Fon: 07721 / 913 - 5061
Fax: 07721 / 913 - 6905
Mail: m.langer@Lrasbk.de
Humboldtstraße 11
78166 Donaueschingen
Raum 314

Viehverkehrsordnung und Tierkörperbeseitigung

Die Kennzeichnung von Tieren, die Überwachung des Viehverkehrs und Tierkörperbeseitigung einschließlich der Schlachtabfälle dienen der Verhinderung der Ausbreitung und Verschleppung von Tierseuchen und auf Menschen übertragbarer Seuchen. Eine lückenlose Tierkennzeichnung durch Ohrmarken oder Chips und die Erfassung landwirt-schaftlicher Nutztiere in zentralen Datenbanken mit jederzeitiger Zugriffsmöglichkeit ist heute für eine erfolgreiche Vorsorge und Tierseuchenbekämpfung ebenso unerlässlich wie ein europaweites EDV-gestütztes Melde- und Berichtswesen. Ein wichtiges Glied in der Kette seuchenverhindernder Maßnahmen stellt eine gut funktionierende Tierkörperbeseitigung dar. Sie dient der Entsorgung von toten Tieren, Schlachtabfällen, verdorbenen Lebensmitteln tierischer Herkunft und anderen Stoffen, die seuchenhygienisch bedenklich sein können.

Ihr Ansprechpartner: Herr Dr. med. vet. Adamski
Fon: 07721 / 913 - 5062
Fax: 07721 / 913 - 6905
Mail: n.adamski@Lrasbk.de
Humboldtstraße 11
78166 Donaueschingen
Raum 313

Tierschutz

Landwirtschaftliche Tierhaltungen, Schlachthöfe und Tiertransporte sind ebenso zu überwachen wie Tierversuchseinrichtungen, Zoohandlungen und Zirkusbetriebe. Der gewerbliche Umgang mit Tieren z. B. in Reit- und Fahrbetrieben, Tierpensionen, Hunde- und Katzenzuchten sowie die gewerbliche Bekämpfung von Schadnagern bedarf einer Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz. Sie setzt eine genaue Überprüfung der Haushaltsbedingungen und der verantwortlichen Personen voraus. Darüber hinaus sind nicht artgerechte Tierhaltungen, die dem Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zur Kenntnis gebracht werden, zu überprüfen.

Ihre Ansprechpartnerin: Frau Bischof
Fon: 07721 / 913 - 5063
Fax: 07721 / 913 - 6905
Mail: s.bischof@Lrasbk.de
Humboldtstraße 11
78166 Donaueschingen
Raum 301 

Tierhygiene und Tierarzneimittelrecht

Die Überwachung der Einhaltung der arzneimittelrechtlichen Vorschriften in den landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben ist Bestandteil des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Für Nutztiere, die der Erzeugung von Lebensmitteln dienen, bestehen umfangreiche Nachweispflichten über Herkunft, Verbleib und Anwendung von Arzneimitteln. Das Arzneimittelrecht ist unter dem Aspekt des Verbraucherschutzes eng mit dem Fleischhygienerecht und dem Lebensmittelrecht verknüpft. 0,5 bis 2 Prozent aller im Schwarzwald-Baar-Kreis geschlachteter Tiere werden nicht nur auf Arzneimittelrückstände sondern auch auf Rückstände aus der Umwelt und in Futtermitteln untersucht.

In landwirtschaftlichen Betrieben werden zusätzlich nach dem Nationalen Rückstandskontrollplan regelmäßig unangekündigte Proben von lebenden Tieren (Urin, Blut, Milch, Eier etc.) zur Untersuchung auf Rückstände von Tierarzneimitteln entnommen. Positive Befunde können vorübergehende oder endgültige Verwertungs- und Schlachtverbote sowie strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Das Arbeitsgebiet der Tierhygiene dient der Förderung der Tiergesundheit. Es reicht von der Beratung bei Haltung unserer Nutztiere, über fachgerechte Reinigung und Desinfektion bis zur Teilnahme bei der Körung von Rindern und Schweinen in der Versteigerungshalle.

Ihre Ansprechpartnerin: Frau Dr. med. vet. Schefels
Fon: 07721 / 913 - 5064
Fax: 07721 / 913 - 6905
Mail: j.schefels@Lrasbk.de
Humboldtstraße 11
78166 Donaueschingen
Raum 306

Verwaltung und Vollzug

Die verwaltungsrechtliche Durchführung von Entscheidungen und deren Vollstreckung, die im Rahmen der genannten Aufgaben des Amtes für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung anfallen, erfolgt im Sachgebiet Verwaltung und Vollzug. Darüber hinaus sind hier sonstige verwaltungsrechtliche und organisatorische Tätigkeiten, die im Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zu erledigen sind, wie z.B. die Abrechnung von Fleischbeschaugebühren und die Registrierung von Tierhaltern, angesiedelt.

Ihre Ansprechpartnerin: Frau Rieber
Fon: 07721 / 913 - 5054
Fax: 07721 / 913 - 6054
Mail: s.rieber@Lrasbk.de
Humboldtstraße 11
78166 Donaueschingen
Raum 312

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