Der Wald im Schwarzwald-Baar-Kreis

Beinahe die Hälfte der Landkreisfläche, das sind rund 47.000 Hektar, ist mit Wald bedeckt. Vor allem im Bereich des Schwarzwaldes prägt der Wald das Landschaftsbild und ist der bedeutendste Lebens- und Erholungsraum. Der Waldanteil im Schwarzwald-Baar-Kreis liegt mit 46 % deutlich über dem des Landes Baden-Württemberg (39 %) und der Bundesrepublik Deutschland (29 %).

Der Schwarzwald-Baar-Kreis hat 212.000 Einwohner auf 1.025 Quadratkilometer Fläche. Das sind 207 Einwohner pro Quadratkilometer. Landschaftlich ist er im Westen und Norden durch den stark bewaldeten Mittleren Schwarzwald, im Osten und Süden hingegen durch die dicht besiedelte und mehr landwirtschaftlich genutzte Baar geprägt. Der heutige Wald ist kein unberührter Urwald mehr, sondern eine von Menschenhand über Jahrhunderte hinweg gestaltete Kulturlandschaft. Trotz des menschlichen Einflusses ist der Wald aber die naturnaheste Landnutzungsform. Generationen von Waldbesitzern und Forstleuten haben durch nachhaltige Waldbewirtschaftung die Lebensgemeinschaft Wald erhalten und gestaltet. 

Die Waldbesitzstrukturen im Landkreis sind geschichtlich bedingt sehr verschieden. Im Südosten sind es die größeren Kommunalwälder mit Betriebsgrößen zwischen 1.400 und 2.800 Hektar. Der vorhandene Privatwald ist fürstlicher Besitz oder kleinparzellierter bäuerlicher Wald. Im Nordwesten liegt der Schwerpunkt beim Privatwald und hier liegt auch der größere Teil des Staatswaldes. Häufig sind die Privatwälder Teil von Hofgütern.  

Gerade im ländlichen Bereich besitzt der Wald nach wie vor eine bedeutende Rolle als Produktions- und Wirtschaftsfaktor und bietet Arbeitsplätze direkt in der Forstwirtschaft oder in den Holz verarbeitenden Betrieben. Die Fichte ist mit einem Flächenanteil von 70 % die dominierende Baumart. Sie hat in der Periode 1987 bis 2002 leicht an Fläche verloren, jedoch an Vorrat gewonnen, da die Nutzungen, speziell im kleinen und mittleren Privatwald, trotz Sturm „Lothar“ deutlich unter dem Zuwachs blieben. Insgesamt ist der Holzvorrat im Landkreis von 18,7 auf 21 Millionen Kubikmeter, das sind 453 Kubikmeter pro Hektar Holzboden, deutlich angestiegen.

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