Vor Ort Kontrolle (Landwirtschaft)

Das Sachgebiet InVeKoS „Vor Ort Kontrollen“

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union müssen dafür sorgen, dass die für die Landwirtschaft finanzierten Maßnahmen auch wirklich korrekt durchgeführt werden.

Zu diesem Zweck wurde das „Integrierte Verwaltungs- und Kontrollsystem“ (InVeKoS) eingeführt, das dafür sorgt, dass Zahlungen richtig erfolgen, dass Unregelmäßigkeiten verhindert, durch Kontrollen aufgedeckt und verfolgt werden und zu Unrecht gezahlte Beträge wieder eingezogen werden.

Die Einhaltung der Beihilfekriterien für die Landwirte im Rahmen von InVeKoS wird unter anderem durch Vor-Ort-Kontrollen (VOK) geprüft. Dazu wird eine Reihe von landwirtschaftlichen Betrieben entweder durch eine Risikoanalyse oder dem Zufallsprinzip ausgewählt.

Bei der Kontrolle dieser Prüfbetriebe wird modernste Technik eingesetzt. Die Flächenermittlung der bewirtschafteten Flurstücke erfolgt so weit als möglich in digitalen Orthobildern (DOP), die eine Auflösung von 20 cm haben. Darüber hinaus kommt ein Kontrollteam, bestehend aus einem landwirtschaftlichen Prüfer und einem Vermesser vor Ort, um die bewirtschafteten Flächen zu besichtigen, beziehungsweise zu vermessen. Die Messungen werden mit einem mobilen GIS (Geoinformationssystem) in Verbindung mit einem GNSS Empfänger (System zur Positionsbestimmung mittels Navigationssatelliten) durchgeführt. Die Flächen werden anschließend im landwirtschaftlichen Geoinformationssystem (GISELa) durch Digitalisierung ermittelt. Dabei finden die Messungen und Erkenntnisse der Feldbegehung Eingang. Die beantragten Flächenangaben werden den ermittelten Messergebnissen gegenüber gestellt und für den weiteren Verfahresablauf in die Großrechneranlage eingegeben.

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